Heilerde und Schmerzen

Heilerde für die innere und äußere Anwendung. Das klingt doch schon mal nicht so schlecht, dachte ich mir. „Zwei Fliegen mit einer Klappe.“ Ich fühlte mich als tapferes Schneiderlein.

Und schon begann mein kleines Abenteuer mit der Heilerde. Zuerst beschäftigte ich mich mit der Inneren Anwendung und danach die äußere Anwendung. Ehrlich gesagt, tat ich beides zur gleichen Zeit, aber hier beim Schreiben trenne ich es lieber und berichte getrennt.

 

Zur Inneren Anwendung: 

Kurzbeschreibung: Heilerde ist ein feines Pulver und nicht wie ich dachte: grobe Klumpen vom Acker.  Das milde Pulver ist zum Einnehmen für Sodbrennen, säurebedingter Magenbeschwerden und Durchfall. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Entgiftung durch Bindung von Schadstoffe und Umweltgiften aus der Nahrung. Hilft bei Histamin-Intoleranz.

Meine Erfahrung: Ich löse über 2 Wochen jeweils 2 Teelöffel in Wasser auf und trinke es. Die Heilerde schmeckt, wie der Name schon verrät recht erdig und ist auch etwas sandig, somit knirschig zwischen den Zähnen. Mit einem zweiten Glas Wasser lässt sich der Rest auch von den Zähnen und dem Mundraum in den Magen befördern. Heilerde wirkt etwas verstopfend, dementsprechend ist es wichtig genug Tee oder Wasser zu trinken.

Fazit: Ich merke, dass die Heilerde meinem Magen und Darm doch guttut. Ich würde auch noch mal eine Zeitlang Heilerde nehmen. Der erdige Geschmack ist auf Dauer jedoch nichts für mich. Ich habe Sand lieber unter meinen Füßen am Strand.

 

Äußeren Anwendung:

Kurzbeschreibung: Die äußere Anwendung von Heilerde dient in der Regel zur unterstützenden Behandlung von Akne, Haut-, Muskel- und Gelenkbeschwerden, sowie Entzündungen.

Meine Erfahrung: Ich mische die Heilerde mit etwas Wasser oder auch Kamillentee. Die ersten Male waren mir meine Mischung zu flüssig geraten, sie ließ sich nicht gut verteilen. Folglich verlief und tropfe die Pampe meinen Badezimmerboden voll. Die nächsten Male habe ich eher eine breiige Masse erstellt, welche sich deutlich besser verteilen ließ. Allerdings bröselt diese, wenn sie getrocknet ist vom Körper und landet auch wieder auf dem Badezimmerboden. Daher trage ich die Masse vor meiner entspannenden Badewanne auf. Dort kann ich die trocken gewordene Heilerde auch noch als Peeling benutzen. Dies geht allerdings nur im Gesicht, Hals, Nacken und Dekolleté, weil der Rest ja im Wasser ist.

Fazit: Ich merke wie meine Haut weicher wurde und sich besser anfühlte. Eine sichtbare Veränderung merke ich nicht. Bei den Schmerzen merke ich gar keine Veränderung und für jede Anwendung musste ich das komplette Badezimmer reinigen. Es sah aus, als hätte sich ein Gartenzwerg dort das Leben genommen und ich als kleiner Hausgeist durfte das Bade reinigen. Eventuell tat mir auch das Putzen als sportliche Aktivität gut. Statt die Heilerde direkt auf die Haut aufzutragen wäre noch eine Anwendung durch Wickel eine Möglichkeit gewesen. Allerdings wäre da auch der Reinigungsaufwand noch größer.

Heilerde wird auch häufig bei Tieren angewendet. Jetzt brauch ich ein Haustier, damit ich die Heilerde mit jemanden teilen kann.

 

Wichtig: Mit zwei Stunden Abstand zu den Tabletten anwenden, da Wechselwirkungen auftreten können.

Schmerzpatientin.de
 

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