Zusammenhang zwischen Schmerz und Psyche

Körper, Psyche und soziale Umgebung. Bei auftretendem Schmerz ist es sinnvoll, sich diese drei Bereiche näher anzuschauen: Die Verbindung von Schmerz und Psyche sind eng mit einander verbunden. Einige Schmerzpatienten wollen dies nicht wahrhaben oder geben es nicht gerne zu. Aber wir sind nicht gerade frisch auf der Welt und die eine oder andere Situation haben wir schon erlebt, welche uns stark beeinflusst hat. Die Diagnose „Porzellan-Krankheit“  (Patient hat nicht mehr alle Tassen im Schrank) wird jedoch sehr oft sehr voreilig von Ärzten gefällt. Häufig wird zwar die Psyche betrachtet, jedoch nicht das „Henne-Ei-Problem“, was war zuerst da: Das psychische Problem oder der Schmerz der die Psyche beeinträchtigt. Wichtig ist also, sich ein umfassendes Bild über seine Lebenssituation zu machen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Psyche und Schmerz? 

Dies hängt davon ab, ob es sich um einen akuten oder chronischen Schmerz handelt. Aufmerksamkeit, Gedanken und Gefühle können das Schmerzgefühl des akuten Schmerzes verstärken oder auch abschwächen.

Viele kennen die Situation oder haben sie schon einmal beobachtet: Ein Kind hat sich gestoßen und läuft weinend zur Mutter. Bekommt es zum Trost ein Eis, dann kann es sein, dass es aufhört zu weinen, wobei es jedoch den Schmerz noch spürt. Die gezielte Aufmerksamkeit kann also den Schmerz so stark beeinflussen, dass wir ihn nicht mehr oder stark gedämpft wahrnehmen. Der Schmerz kann aber auch bei negativen Gedanken verstärkt werden. Der bio-psycho-sozialen Dauerstress ist Verursacher bei über 80% aller Menschen mit Rückenschmerzen.

Stress und Stressanfälligkeit

Heute ist bekannt, dass die Stressanfälligkeit und Stressbereitschaft auf Erlebnissen in der Kindheit und oder Jugend zurückgeführt werden kann. Jedoch ist der Zusammenhang zwischen Schmerz und Auslöser schwer ermittelbar. Die Folgen des Stresses brechen leider meist erst aus, wenn der Mensch zur Ruhe gekommen ist. Endlich hat man die großen Belastungen hinter sich und will gerade anfangen sich auszuruhen und zu genießen, da kommen die ersten Signale. Dies ist ähnlich zu der Flucht vor dem Löwen, erst auf dem sicheren Ast kommt alles hoch. Auslöser für stressbedingte, meist körperliche Beschwerden können Über- oder Unterforderungen am Arbeitsplatz und Mehrfachbelastung durch Berufstätigkeit mit gleichzeitiger Verantwortung für Kinder, Haushalt und nahe Angehörige, Todesfälle oder lange und schwerwiegende Konflikte in Ehe und Familie sein.

Wichtig ist, dass nicht jeder Stress krank macht und sich somit kein Schmerz ausgelöst wird. Stress macht aber immer dann krank, wenn er zu viel wird. Dann steht einem das Wasser bis zum Hals und das Fass läuft über. Nicht immer muss ein einzelnes Problem der Auslöser sein. Häufig sind es die kleinen andauernden Konflikte in Beruf und Familie, die verdrängt, unterdrückt oder verleugnet werden. Darauf kann ein Hilferuf an den Körper gesendet werden, indem evtl. alle Muskeln anspannen. Mit der Zeit verkürzen und verhärten sich die dauerangespannten Muskeln. Dies kann zur Folge haben, dass es sich wie eine Bewegungseinschränkung anfühlt. Man fühlt sich häufig und schneller erschöpft und beginnt seine Leistungsfähigkeit infrage zu stellen. Früher ging alles besser, schneller und leichter. Durch Messungen wurde gezeigt, dass die Ursache der Erschöpfung eine kontinuierliche Anspannung der Muskulatur ist. Bei einem einfachen Händeschütteln arbeiten 60 Muskelabschnitte, unter Anspannung und Stress jedoch zusätzlich viele weitere mehr. Dies führt zu einem höheren Energieverbrauch auch in Ruhephasen und betrifft besonders die tiefe Muskulatur. Die ersten Schmerzen zeigen sich meist an Muskeln, Sehnenansätzen oder der Knochenhaut. Ausgelöst können diese nicht nur durch körperliche Überlastung sondern auch durch leichte, ja sogar harmlose Stürze, Stöße oder Unfälle. Zugkräfte, welche ihren Ursprung in dieser andauernden Anspannung haben, verursachen Veränderungen des Gewebes. Schwellungen und Mikroentzündungen können damit einhergehen. Die Folge ist der Akut-Schmerz „Weichteilschmerz“.

Der Teufelskreis Psyche und Muskulatur

Schmerzen und bestehende Muskelverspannungen verstärken sich zusätzlich. Dies kann zur Folge haben, dass die daraus folgende Bewegungseinschränkung die Schmerzintensität die Muskelanspannung beeinflussen. Durch die Einschränkungen folgt meist unweigerlich Frust, Ärger, Angst und Zweifel. Wer macht schon gerne mit Schmerzen Sport oder verändert nicht seinen normalen Gang. Diese Gefühle können den „inneren Stress“ verstärken. Dann ist man mitten im selbst verstärkenden „Teufelskreis“ und aus dem Akut-Schmerz wird ein chronischer Schmerz. Doch man kann noch weiter in den Teufelskreis rutschen und sich verfangen. Dies kann geschehen, wenn noch mangelnde Behandlungserfolge und das Gefühl von Nutzlosigkeit mit sozialem und/oder beruflichem Rückzug hinzukommen. Ein weiteres Problem ist die Schonhaltung aus Angst, dass die Schmerzen noch stärker werden. Einige Schmerzpatienten trauen sich nach längerer Fehlzeit nicht mehr zurück an den Arbeitsplatz. Aus diesen Rückzügen können weitere Ängste entstehen. Krank macht arm und arm macht krank. Ein weiterer Teil des Teufelskreises bricht auf. Die Selbstzweifel verbunden mit Mutlosigkeit lassen am Sinn des Lebens zweifelten  und so kann ein weiteres Krankheitsbild hervorrufen werden: Die reaktive Depression. Daher ist es wichtig an allen drei Säulen zu arbeiten: Körper, Psyche und soziale Umgebung. Diese Zusammenhänge zeigen, wie wichtig eine interdisziplinäre, multimodale Behandlung ist. Messungen von Ergebnissen bestätigten die Vermutung, dass Gefühle Ursache von Schmerzen sein können. Bei körperlichen Verletzungen und sozialen Verlusten werden die gleichen Regionen im Gehirn aktiviert. Somit ist seelischer Schmerz auch körperlicher Schmerz.

Ab wann ist Schmerz chronisch?

Schmerzen werden in zwei Arten eingeteilt. In den akuten und den chronischen Schmerz. Für unseren Körper sind akute Schmerzen eine notwendige Warnfunktion. Ein plötzlich auftretender Schmerz von kurzer Dauer wird als akut bezeichnet. Diese Funktion zur Warnung geht verloren, wenn Scherzen ohne einen typischen Auslöser fortbestehen, sich sogar verselbständigen. Dies kann Beginn und Entstehung einer chronischen Schmerzerkrankung mit einer Dauer über Monate oder sogar Jahren sein.

Schmerzen als Warnsignal machen darauf aufmerksam, dass irgendwo im Körper etwas nicht stimmt. Der Schmerz tritt in der Regel in Bereichen einer Schädigung auf und deutet auf Körperstellen mit Reizungen, Wunden oder Entzündungen. Schmerzen sind in erster Linie Helfer und keine Gegner. Ursache für akute Schmerzen sind zum Beispiel: Verstauchungen, Prellungen, Schnittverletzung, Sonnenbrand, Muskelschmerzen oder auch Zahnweh. Sobald die auslösende Ursache geheilt und beseitigt ist, verschwindet der akut auftretende Schmerz von selbst.

Die Anzahl der chronischen Erkrankungen mit Schmerzen ist hoch.

Chronischer Schmerz kann ebenfalls die Folge einer Gewebeschädigung sein, etwa bei chronischen Erkrankungen und Entzündungen wie rheumatischen Erkrankungen, Diabetes oder Tumorerkrankungen. Anderseits kann der Schmerz seine biologisch sinnvolle Warnfunktion verlieren  und wird selbst zu einer Erkrankung, selbst wenn eine körperliche (somatisch) Ursache nicht oder nicht mehr vorhanden ist. Schmerzen werden von Ärzten und Wissenschaftlern nach 3 bis 6 Monaten als chronisch bezeichnet. Als Schmerzpatientin ist es mir eigentlich egal, ob chronisch oder nicht, ich möchte einfach behandelt werden und Schmerzlinderung erleben.

Welche Ursachen können chronische Schmerzen haben?

Starke und länger andauernde Schmerzreize machen die Weiterleitung der Signale der Nervenzellen vom Rückenmark und Gehirn sensibler für nachfolgende Reize. Dies ist Stand der Forschung.  Die Folge kann sein, dass leichte Reize wie leichte Berührungen, Druck, Wärme oder Kälte als starker Schmerz empfunden wird. Die körpereigene Schmerzkontrolle kann das Geschehen nicht mehr ausreichend dämpfen und kontrollieren. Zudem kann die  Schmerzempfindlichkeit des Schmerzsystems sich soweit überlagern und verstärken, sodass sich über das Rückenmark eine Schmerz-Überempfindlichkeit entwickelt. Es kann passieren, dass diese überempfindlich gewordenen Nervenzellen auch dann Schmerzsignale vom Rückenmark ans Gehirn senden, auch wenn vom Gewebe kein Schmerzsignal mehr ans Rückenmark eintrifft. Akuter Schmerz kann sich somit zu einem chronischen Schmerz entwickeln. Die Sensibilisierung wird auch Empfindlichkeitssteigerung genannt. Diese findet nicht nur in den weiterleitenden Nervenzellen des Gewebes statt, sondern auch im Rückenmark und Gehirn. Wenn sich quasi der Schmerz ins Gedächtnis einbrennt, so wird die Schmerzempfindlichkeit gesteigerten und als „Schmerzgedächtnis“ oder auch „Schmerz-Engramm“ bezeichnet. Der akute Reiz hat sich so eingeprägt und bleibt bestehen, auch wenn die eigentlichen Schmerzursachen bereits beseitigt sind.

Patienten mit chronischen Schmerzen wechseln häufig den Arzt. Regelmäßig holen sie sich aber auch die Meinung eines weiteren Facharztes ein, obwohl die Aussicht, die direkte Ursache zu diagnostizieren, gering ist. So geht es von Arzt zu Arzt, ohne dass eine direkte Ursache der Pein ermittelt wird. Dies bedeutet aber nicht, dass man sich Schmerzen einbilden oder simuliert. Auch Ärzten fällt es dann schwer zu helfen und so endet es meist mit dem „Psycho-Stempel“. Wer kennt nicht die klassischen Fragen nach der privaten und beruflichen Lebenssituation?

Was ist eigentlich Schmerz?

Der Begriff Schmerz an sich wird von der Weltschmerzorganisation (IASP = International Association for the Study of Pain) wie folgt beschrieben: Ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit einer tatsächlichen oder drohenden Gewebeschädigung verknüpft ist oder eine solche Beschädigung beschreibt (nach Merskey und Kollegen, 1979). Diese Begriffserklärung ist seit vielen Jahren gültig.

Symptome mit dem Begriff Schmerz werden in Sinnes- und Gefühlserlebnisse unterteilt: Das erste Schmerzerlebnis ist das Sinneserlebnis. Der Schmerz wird dabei direkt von einem oder mehreren Sinnesorganen als bohrend, stechend oder brennend wahrgenommen. Die Schmerzstärke während dieser Sinneswahrnehmung wird mit Hilfe von Zahlen zwischen 0 und 10 beschrieben. 0 bedeutet, dass kein Schmerz spürbar ist, während 10 für den am stärksten vorstellbaren Schmerz steht. Das zweite Schmerzerlebnis ist das Gefühlserlebnis, welches den emotionalen Anteil beschreibt. Dieser kann als erschöpfend, mörderisch oder quälend dargestellt werden. Die beiden Begriffe sind beim Erleben von Schmerzen untrennbar miteinander verbunden. Diese beiden Erlebnisse werden bei Diagnosen durch Schmerzärzte immer abgefragt.

Der Schmerz ist überlebenswichtig und gehört zu den frühesten, häufigsten und eindrücklichsten Erfahrungen eines jeden Menschen. Auch wenn es nicht zu Gewebeschädigungen kommt, so stellt der Schmerz aus körperlicher Sicht eine lebenserhaltende biologische Reaktion dar. Unter den Begriff Gewebe fallen zum Beispiel innere Organe, Gelenke und Muskeln. Nicht nur wir Menschen, sondern alle höher entwickelten Lebensformen können Schmerzen fühlen. Schmerzen müssen nicht sofort spürbar sein, d.h. der Schmerz kann vorübergehend ausgeschaltet oder gedämpft werden. Dabei senden Nervenzellen vom Rückenmark an das Gehirn Botenstoffe und hemmen solange das Schmerzsignal, bis ein Mensch sich aus einer Gefahrensituation gerettet hat. In einer Not- oder Fluchtsituation kann die Schmerzunterdrückung manchmal lebensrettend sein. Bildlich gesprochen: Wenn Sie vor einem Löwen wegrennen und bei der Verfolgung vom Löwen mit seiner Pranke erwischt werden, dann könnte es sein, dass Sie den Schmerz erst dann spüren, wenn Sie hoffentlich einen sichern Ast auf einem Baum erreicht haben.

Schmerzen und Schmerzbahnen
Unser Körper hat viele Sinne mit denen wir die Umwelt wahrnehmen. Jeder Mensch kennt die fünf Sinne: Riechen, Schmecken, Hören, Fühlen und Sehen. Je nach Situation und körperlicher Verfassung nehmen wir die Eindrücke eines dieser Sinne stärker war als die der anderen. Sie riechen an einer Rose, freuen sich und vergessen, dass es kalt ist. Bei einem üblen Gestank aber verspüren Sie einen beißenden Schmerz. Denselben Geruch nimmt ein anderer als leicht unappetitlich wahr. Ähnlich verhält es sich auch mit Schmerz. Sicherlich ist jedem das Empfinden von Schmerz an sich bekannt. Interessant ist es jedoch, dass die Empfindungen des Schmerzes von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Ein schmerzhafter Reiz führt zur Entstehung von elektrischen Impulsen, die über besondere Nervenbahnen zum Rückenmark weitergeleitet werden. Dort werden die Impulse an eine weitere auf Wahrnehmung von Schmerzen spezialisierte Nervenzelle abgegeben.  Über das Rückenmark werden diese Signale an oberhalb des Hirnstammes und weiter an verschiedene Gehirnzentren gegeben, welche für die Verteilung der  Wahrnehmung der Sinnes- und Gefühlserlebnisse verantwortlich sind. Die Wahrnehmung des Schmerzes mit allen Sinnes- und Gefühlsanteilen ist die Antwort einer vernetzten Aktivierung verschiedener Schmerzzentren im Gehirn.

Der Schmerz ist folglich als Schadensmelder und/oder Schadenswarnung meist mit negativen Gefühlen verbunden und dient als Warnung um ausreichend und schnell zu lernen, wann es gefährlich wird. Die Intensivität der Empfindung des Schmerzreizes hängt nicht nur vom reinen Nervensignal ab, sondern ist ein Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren, bei denen familiäre und kulturelle Erfahrungen im Umgang mit Schmerzen auch eine Rolle spielen. Dies wird auch als „bio-psycho-sozialer Schmerz“ beschrieben. Diesen nimmt jeder anders wahr.

In meinem Blog geht es um Schmerz als negatives Gefühl. Was wäre jedoch, wenn ich zu den Menschen mit dauernder Schmerzfreiheit zählen würde. Ich würd mich verbrennen oder einen Knochen brechen und nichts merken. Dies kann bei Menschen mit von Geburt an oder durch Krankheit verursachter Nervenschädigung vorkommen. Diese Menschen erreichen meist kein hohes Alter.

Warum ich diesen Blog schreibe.

Patienten mit Schmerzen! Wir sind 12 Millionen! Ich bin eine!

In Europa lebt in jedem dritten Haushalt ein Mensch, der unter Schmerzen leidet. In Deutschland sind etwa 17% von langanhaltendem Schmerz betroffen. Das sind 12 Millionen Menschen. Eine Leidensgeschichte dauert im Durchschnitt 7 Jahre, bei mehr als 20% der Betroffenen sogar über 20 Jahre. Mehr als 2 Jahre dauert es bei der Hälfte aller Menschen mit chronischen Schmerzen bis sie eine wirksame Behandlung gefunden haben. Nicht nur der Dauerschmerz ist ein Problem, sondern auch die zunehmenden körperlichen Einschränkungen im Alltag. Viele erleben auch noch die Probleme mit der depressiven Stimmung, die angstvollen Gedanken, die Schlafstörungen und die verminderte Konzentration. Und trotz der großen Anzahl von Leidensgesinnten: Nur 10% werden einem Schmerzspezialisten vorgestellt. Trotz der Häufigkeit von chronischen Schmerzen, der volkswirtschaftlichen Auswirkungen und der Konsequenzen für die Betroffenen sind Schmerzen noch gar nicht so lange als eigenständige Krankheit akzeptiert. Erst 1960 wurde die Erste auf Schmerzen spezialisierte Klinik der Welt durch den amerikanischen Arzt John Bonica gegründet.

Warum ich diesen Blog schreibe? 

Trotz Anerkennung als eigenständige Krankheit und Spezialisierung der Ärzte ist in den meisten Fällen die Schmerztherapie langwierig.

Alleine die Suche nach der Schmerzursache ist anstrengend und leider auch ermüdend. Wichtig ist an allen drei Bereichen gleichzeitig zuarbeiten: Körper, Psyche und soziale Umgebung. Es gibt in Deutschland 12 Million Schmerzpatienten, ich bin eine!

Ich habe den typischen Weg durchgemacht. Zwischendurch trifft man auch andere Menschen mit anderen Krankheiten, z.B. Krebs. Einige Menschen schreiben Blogs über ihren Weg mit der Krankheit, aber die Anzahl der Schmerzpatienten-Blogs ist gering. Als bei mir die ersten Schmerzen auftraten habe ich gedacht, dass ich ein Einzelfall bin. Ich habe lange geglaubt, dass ich die Einzige bin, die sich nachts unter Schmerzen in die Notaufnahme schleppt und dann noch nicht mal an der Pforte vorbeikommt. – Bis ich viele Menschen mit Schmerzen kennen gelernt habe! Gemeinsam ist der Weg nicht so beschwerlich und man stellt fest, dass es schön ist, wenn jemand einen versteht und Tricks und Tipps weitergibt. Ich habe bisher noch niemanden mit exakt den gleichen Schmerzen getroffen, aber wir gehen alle in die gleiche Richtung. In die Richtung der Schmerzlinderung.

Warum ich aktiv gegen die Schmerzen arbeiten muss!

Auch wenn die Behandlung von Schmerzen oft schwierig und langwierig ist, es erfordert Spezialisten und eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Fachleute. Aber entscheidend für den Erfolg bin ich selbst.

Diese Tatsache wird leider oft vergessen, ignoriert oder in den Hintergrund gestellt. Ich muss jedoch die Verantwortung für meine Zukunft in meine Hände nehmen. Und ganz wichtig: Ich darf mich nicht zurückziehen! Das ist falsch und hat teilweise Ängste und depressive Symptome zur Folge, welche die Schmerzen wiederum verstärken und schon landet man im Kreislauf.

Sucht euch Hilfe: Sucht euch Gleichgesinnte und Ärzte denen ihr vertraut und geht gemeinsam in eine bessere Zukunft. Achtet darauf, dass der Weg ein interdisziplinärer, multimodaler Weg ist. Werdet sozial, geistig und körperlich aktiv.